Willkommen beim FUST-Tirol

Die Habitatveränderung von Rauhfußhühnern in Achenkirch (2018)

August 2019: Kurzbericht über vorläufige Ergebnisse der vom FUST-Tirol betreuten Masterarbeit von Sabrina Schmidt (Brandenburgische Universität Cottbus-Senftenberg), deren Endfassung zum Jahresende 2019 verfügbar ist.

Durch die Erstellung von Gis-Karten wird die Landschaftsentwicklung der letzten Jahrzehnte rekonstruiert. Die zeitliche Veränderung von Kultur, Lebensraum, Struktur und Gebäude innerhalb der Gemeinde wird einzeln dargestellt. Hiermit können Rückschlüsse auf die Situation der dortigen Rauhfußpopulation gezogen und ein Habitatmodel mit angepasster Managementplanung vorgeschlagen werden, um geeignete Lebensräume für Rauhfußhühner zu schaffen. → Kurzbericht als pdf (410 KB)

Landschaft im Visier

Bericht über die Abschlusstagung des Projekts

Im Bildungshaus Kloster Neustift (Brixen, Südtirol) wurden am 17.Mai 2019 die Ergebnisse einer dreijährigen Studie präsentiert, an der sich auch der FUST-Tirol beteiligte. Hier ein Kurzbericht mit ausgewählten Inhalten (pdf 234 KB).

Zwei neue Publikationen von Friedrich Reimoser (FUST-Lenkungsausschuss):

Wildschadensproblem und Forst-Jagd-Konflikt im Alpenraum – Hintergründe, Entwicklungen, Perspektiven

Forst & Jagd – Motorsäge & Gewehr. Der Leitspruch „Mit Gewehr und Motorsäge“ steht für einen integral ausgerichteten Denkansatz zur Lösung von Wildschadensproblemen (Österreichischer Forst&Jagd-Dialog)

Keywords: Bergökosystem, Waldvegetation, Wildtiere, Wechselwirkungen, Konflikte, Management; mountain ecosystems, forest vegetation, wildlife, interactions, conflicts, management

Abstract: Entwicklungen, teilweiser Stillstand und Ursachen des Forst-Jagd-Konflikts sowie Hindernisse bei der Lösung von Wildschadensproblemen während der letzten 40 Jahre werden beschrieben, mit Fokus Ostalpenraum. Das Ausmaß der Wildschäden und der Forst-Jagd-Konflikt müssen nicht korrelieren, sie stellen somit zwei verschiedene Aspekte dar. Den Forst-Jagd-Konflikt versuchen die einen abzubauen, während andere ihn schüren. Im vielschichtigen Interessensgeflecht sind Hintergründe und Zusammenhänge oft unklar oder den Konfliktparteien nicht bewusst. Kennzahlen aus verschiedenen Wildeinfluss-Beurteilungsverfahren führten eher zur Bildung von Fronten als zur Lösung von Problemen. Aus dem historischen Rückblick sowie der Durchleuchtung von Zusammenhängen und Abhängigkeiten wurde versucht, Konsequenzen für die Zukunft abzuleiten.

→ erschienen im Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (München), 83. Jahrgang 2018, S. 61-116. Vollständiger Beitrag als → pdf (1,4 MB) - z. Z. in Arbeit -

Die Jagd als wirtschaftlicher Faktor

Zusammenfassung: Jäger und Jägerinnen tragen in ihrer Freizeit zur Erhaltung von Wildlebensräumen bei, insbesondere für das Niederwild, und sie haben bei Schalenwildarten behördlich vorgegebene Abschusspläne zu erfüllen, um einen Beitrag zum sogenannten „Wald-Wild-Gleichgewicht“ zu leisten. Welchen Wert hat die Jagd? Welche Leistungen erbringen Jäger für Grundbesitzer und für das Gemeinwohl der Gesellschaft? Was würde es Steuerzahlern oder (und) Grundbesitzern kosten, wenn es die Jagd mit zahlenden „Freizeitjägern“ nicht gäbe und wenn sie für das Wildtiermanagement bezahlen müssten? Im Zusammenhang mit dem Wert der Jagd interessiert auch das Ausmaß der Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft. In diesem Beitrag sind einige Ansätze für Kostenkalkulationen zusammengestellt, gedacht als Anreiz für ein vertiefendes Befassen mit den sozio-ökonomischen Aspekten der Jagd.

→ § 3 (Seite 57–82) in: Dietlein, J. & J. Froese (Hrsg.), Jagdliches Eigentum. – Bibliothek des Eigentums, https://doi.org/10.1007/978-3-662-54771-7 (Springer-Verlag, 2018).

Rotwildtelemetrie im Raum Achenkirch

24.10.2018 Der für den Fonds für Umweltstudien (FUST-Tirol, Achenkirch) von der ÖBf AG (Österreichische Bundesforsten) erstellte Kurzbericht zur Analyse von Telemetriedaten vermittelt einen ersten Überblick zu folgenden Fragestellungen:  Wie stellt sich das Wanderverhalten des Rotwildes dar? Welchen Einfluss hat die Rotwildfütterung auf die Raumnutzung? Welchen Einfluss hat die Staatsgrenze zu Bayern auf die Raumnutzung des Rotwildes? …→ vollständiger Kurzbericht …

Zwei weitere Telemetrie-Studien wurden in Revieren der Bundesforste in Oberösterreich durchgeführt. Die Ergebnisse können hier heruntergeladen werden.:

  • Dachs, Dominik (2016): Rotwildprojekt Nationalpark Kalkalpen – 53 S. (pdf, 1,3 MB)
  • Gugganig, Hubert (2018): Räumliche Verteilung und saisonale Raumnutzung von GPS-besendertem Rotwild im ÖBf-Revier Offensee – 70 S. (pdf, 3,1 MB)

Ergänzende Literatur aus dem Inst. f. Wildbiologie, Göttingen/Dresden:

Rothirschtelemetrie im Nationalpark Kellerwald-Edersee (2011/12): http://wildbiologie-institut.de/index.php/de/projekte/npke-rothirschtelemetrie • Raumnutzung und Aktivität des Rotwildes im Bundesforstbetrieb Grafenwöhr (2010): http://wildbiologie-institut.de/index.php/de/projekte/gw1-raumnutzung-aktivitaet • Erhaltung von Offenlandschaften durch zielgerichtetes Flächen- und Wildtiermanagement: http://wildbiologie-institut.de/index.php/de/projekte/erhaltungoffenlandschaften 

Gesamtheitliche (skalenübergreifende) Analyse der Einflussfaktoren und ihre Wirkung auf die Fischfauna im inneralpinen Raum

ITAT–1041 – ALFFA • August 2017 bis Juni 2019 • FUST-Tirol Projektbeteiligung

Halbzeit im EU-Interreg-Projekt ALFFA   (→ Zwischenbericht):

Das derzeit laufende Interreg V/A - Projekt beschäftigt sich mit dem Zustand der heimischen Gewässer und Fischpopulationen und deren Veränderungen durch anthropogene Einflüsse in Südtirol und Tirol …→ weiterlesen … 

Foto: Retron

FUST-Thema: „Wolf”

Infos

siehe auch:

Zum Wolf-Problem in Slowenien

„Landschaft ins Visier genommen“

Projekt der EURAC in Bozen und der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband und dem Amt für Jagd und Fischerei

zum Artikel„Landschaft im Visier”

Was gibt’s Neues in diesem Projekt? Bericht von Birgith Unterthurner und Erich Tasser, Inst. f. Alpine Umwelt (EURAC), 19.10.2018

Landschaft befindet sich in ständigem Wandel. Seit der Mensch vor rund 10.000 Jahren sesshaft wurde, verändert und formt er seine Umwelt nach seinem Ermessen. Von den ersten Lehmhütten hin zu komplexen Mega-Metropolen, von extensiver, kleinstrukturierter Drei-Felder-Wirtschaft hin zu großflächigen Monokultursteppen - der Mensch prägt das Erscheinungsbild unseres Planeten wie kein Lebewesen vor ihm. Aber wie hat sich die Landschaft konkret in Südtirol über die letzten 150 Jahren verändert? Wie wirken sich diese Veränderungen auf unsere Wildtierpopulationen aus? Und kann man von vorhandenen Wildtierpopulationen Rückschlüsse auf die Landschaftsqualität schließen?  … → weiterlesen …

Ergänzende Literatur: Sara Hochrainer & Erich Tasser (2017): Landschaft im Visier. – Jägerzeitung 1, Juli 2017; S. 5–7.

Afrikanische Schweinepest: Fakten statt Panik

8. Jan. 2018

Kritischer → Beitrag von Sven Herzog zu einem hochaktuellen Thema!

Fazit: Die Afrikanische Schweinepest stellt primär kein Problem des Schwarzwildes oder der Jäger dar, zu dem es Medien und Interessenverbände gerne machen. Sie ist ein Problem der Agrarindustrie und der damit einhergehenden Massentierhaltung sowie europaweiter Tiertransporte  … → weiterlesen

Ergänzende Literatur: z. B. Herzog, S. (2018): Schwarzwildbejagung: Worauf kommt es an? – Jagd in Tirol 02/2018; S. 10–15 • http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=71446 • Afrikanische Schweinepest: „Das ist irreführende Propaganda” – Die ZEIT, 10.01.2018 – Interview H. Schuh mit Prof. Dr. Dr. Sven Herzog; https://www.zeit.de/2018/03/afrikanische-schweinepest-wildschweine-ausbreitung-sven-herzog-interview/komplettansicht

Nachrichten / Infos:

Citizen Science als Erfolgsrezept in der Wildtierbiologie

Anja Wirsing, Pressestelle des Forschungsverbundes Berlin e.V. (idw)

Verlässlichkeit der Daten und Motivation der BürgerInnen als Erfolgsfaktoren: Das Einbeziehen von Bürgern in wissenschaftliche Projekte boomt. Bürgerwissenschaft – auch Citizen Science genannt – ermöglicht es Wissenschaftlern, mit viel größeren Datenmengen als bisher zu arbeiten und damit zu besseren Forschungsergebnissen zu gelangen. Kritische Faktoren sind allerdings die Sicherstellung der Qualität der eingereichten Daten und die anhaltende Motivation der Bürger. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern … → Weiterlesen …

EU-Projekt „InnoForESt”: Innovative Politik- und Geschäftsmodelle für das Ökosystem Wald

Annika Bischof / 2.11.2017 (idw)

 Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) koordiniert seit dem 1. November 2017 das EU-Projekt “InnoForESt”. Mit dessen Hilfe soll ein europaweites Netzwerk für Waldwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit aufgebaut werden, um voneinander zu lernen, wie die Vielfalt des Waldes gefördert werden kann. Innovative Ideen für eine nachhaltige Versorgung und Finanzierung von Wäldern sind gefragt … → Weiterlesen …